Landesfrauenverterterin im  BSBD des  Landes Sachsen-Anhalt

In den Justizvollzugsanstalten in Sachsen-Anhalt, wie auch in allen anderen Bundesländern, sind neben männlichen Bediensteten auch zahlreiche Frauen in allen Laufbahngruppen sowie als Tarifbeschäftigte vertreten.
 

Frauenvertreterinnen finden Sie auch in der Bundesorganisation des BSBD, den Landesverband des dbb Sachsen-Anhalt und der Dachorganisation des dbb.
Schon an Hand der Strukur wird deutlich, dass Frauen im Berufsleben, wie auch im Justizvollzug einen festen Platz einnehmen und ihrem "Mann" stehen.

Leider gibt es bis dato noch keine weibliche Anstaltsleiterin in Sachsen-Anhalt.

Anders sieht es hingegen in unserer Fachgewerkschaft, dem BSBD Sachsen-Anhalt, aus.
Hier ist eine Kollegin als Ortsvorsitzende von den Mitgliedern ihres Ortsverbandes gewählt worden. Aber auch in allen anderen Ortsverbänden findet man neben Männern auch viele weibliche Funktionsträgerinnen.

Der Frauenanteil im Landesverbandsvorstand des BSBD Sachsen-Anhalt beträgt  37,5 v.H..
In unserer Fachgewerkschaft, dem  „BSBD Sachsen-Anhalt e.V.“ sind ca. 150 weibliche Bedienstete gewerkschaftlich organisiert.


Im Landesverband des „BSBD Sachsen-Anhalt“ gibt es deshalb  für die spezifischen Themen und Fragen der weiblichen Bediensteten aus den unterschiedlichsten Arbeitsbereichen im  Justizvollzug  eine Vertreterin für Frauenfragen.


Als diese Fachgruppenvertreterin  biete ich ein Forum des Austauschs von Fragen, Meinungen und Anregungen zu solchen Themen wie:
  

· Chancengleichheit von Mann und Frau
 
· Vereinbarkeit von Familie und Beruf
 
· Schwangerschaftsschutzvorschriften, Mutterschutz, Elternzeit
 
· Wiedereinstieg in das Arbeitsleben nach der Elternzeit

. Regelungen zu § 9a der Urlaubsverordnung
 
· Teilzeitbeschäftigung
 
· Mobbing am Arbeitsplatz


Ich persönlich lege besonderen Wert auf "Gender Mainstreaming".


Viele werden sich nun fragen was bedeutet "Gender Mainstreaming"?


An dieser Stelle möchte ich kurz "Gender Mainstreaming" erklären, da dies immer wieder in den Bereichen des öffentlichen Dienstes und auch der Wirtschaft Thema ist.


Hierzu eine Erklärung was dies überhaupt bedeutet (Quelle dbb beamtenbund und Tarifunion Bundesfrauenvertretung)

Das Prinzip des "Gender Mainstreaming" fordert dazu auf, bei allen Entscheidungen die Auswirkungen auf die Geschlechter und ihre unterschiedliche Interessenlage zu berücksichtigen. Kein Beschluss wird sich auf Männer und Frauen gleichermaßen auswirken. Gender Mainstreaming will diese Auswirkungen aufzeigen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um Nachteile für die Lebenssituation eines Geschlechts zu kompensieren.

Das Wort setzt sich aus den englischen Begriffen "Gender" (Geschlecht) und "Mainstreaming" (vorherrschende Richtung) zusammen, wobei Gender nicht das biologische Geschlecht, sondern die soziokulturelle Geschlechterrolle meint, also die - durchaus dem Zeitgeist unterworfenen - gesellschaftlichen Rollenzuweisungen. Hierfür fehlt ein deutsches Wort, eine Übersetzung des Begriffes ist somit schwierig.

Gender Mainstreaming ist daher kein Instrument der Frauenförderung, sondern will die Interessen von Frauen und Männern deutlicher in den Fokus stellen, um so die Effizienz und Qualität von Entscheidungen und ihrer Auswirkungen erhöhen.


Um dies umzusetzen ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Männern und Frauen in Überlegungen und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

 

Dafür setze ich mich mit aller Kraft ein.

 

Ich bin gespannt auf ihre Anregungen und Fragen.


Ihre

Silke Gregor

 


Das nächste Frauenseminar findet  vom:


14.  bis 16. Dezember  2010 in Vallendar statt.

 

Thema dieser Weiterbildung ist diesmal:


Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Strafvollzug - Realität oder Fiktion?

 

Leider konnte diese Thema zur Weiterbildung nicht stattfinden, da die Dozentin witterungsbedingt nicht anreisen konnte. Kurzfristig hat Herr Conrad (Verantwortlich für Fortbildung im BSBD Bund) eine Auffrischung zum Thema Rechtsextremismus vorbereitet, da dieses auch immer aktuell im Strafvollzug ist. Neu war hier, dass man die "Rechten" nicht mehr unbedingt an der typischen Kleidung, Springerstiefel und Bomberjacke, erkennt. Sie sind ganz normal gekleidet, nutzen aber zum großen Teil bestimmte Marken wie z.B. Thor Steinar oder Troublemaker und ihre Symbolik.

Weitere ausführliche Infos zu diesem Thema findet man auch unter www.wikipedia.de unter Rechtsextremismus in Deutschland.

 

Silke Gregor

 
   

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